Aus dem Gemeindekirchenrat

April 2019
Liebe Gemeinde,

wenn Sie diesen Gemeindebrief in Händen halten und alles so geklappt hat, wie wir es uns gewünscht und geplant haben, dann sollten Sie schon eine erste Gelegenheit dazu gehabt haben, unsere neue Pfarrerin Franziska Roeber kennenzulernen.

Bei der Verabschiedungsfeier von Pfarrer Thomas Pretki wurde das Geheimnis, wer seine Nachfolge antritt, ja schon gelüftet, und in der März-Sitzung des Gemeindekirchenrates hatten wir wie auch Vertreter des Gemeindebeirates und des Gemeindejugendrates dann die Möglichkeit, Pfarrerin Roeber im Gespräch zu begegnen. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass sie uns bereitwillig Rede und Antwort gestanden hat, und sehen der Zusammenarbeit erwartungsfroh entgegen. Wann genau wir sie dann aber „richtig“ bei uns in Mariendorf begrüßen können, ist noch nicht ganz klar. Die Stelle war zwar zum 1. April ausgeschrieben, aber der Termin lässt sich auf keinen Fall halten. Es wird wohl Sommer werden, ehe sie das Pfarrteam verstärken kann...

Im Februar gab es ein Gespräch zwischen Marion Gardei, Landespfarrerin für Gedenkstätten- und Erinnerungskultur, Superintendent Michael Raddatz und Pfarrer Detlev Lippold. Thema war unsere Martin-Luther-Gedächtniskirche (MLGK). Pfarrer Lippold hat dort berichtet, dass derzeit in der Kirche nur etwa vier- bis fünfmal im Jahr Gottesdienste stattfinden – in der Regel zu hohen Festen. Den Widerspruch zwischen der gottesdienstlichen Liturgie und der Geschichte der Kirche, die im Nationalsozialismus gebaut worden ist, versuchen wir zu thematisieren, indem das Nagelkreuz - regelmäßig finden in der Kirche auch Nagelkreuzandachten statt - am Altar zu sehen ist. Wir möchten die MLGK als Lernort weiter ausbauen, haben uns aber gegen eine architektonische Veränderung des Raumes entschieden.

Wir suchen ja noch nach weiteren Interessierten, die sich vorstellen könnten, Führungen in der MLGK anzubieten. Pfarrerin Gardei hat zugesagt, in Zusammenarbeit mit dem „Forum für Geschichte und Gegenwart“ die „Kirchraumerklärer“ für ihre wichtige und anspruchsvolle Aufgabe auszubilden. Wenn Sie Lust haben, hier ehrenamtlich mitzuarbeiten, sprechen Sie uns doch bitte einfach unverbindlich an – wir freuen uns!

Geplant sind in nächster Zeit auch zwei Veranstaltungen in der MLGK, auf die wir Sie jetzt schon gerne aufmerksam machen möchten und zu denen wir Ihnen die Daten rechtzeitig bekannt geben werden: Arnd Henze, Theologe und Journalist, im Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Nachama (Historiker, Rabbiner und Direktor der Stiftung Topographie des Terrors) und Dr. Christian Stäblein, Propst der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Und in einer zweiten Veranstaltung beschäftigt sich Marion Gardei mit dem Thema „Erinnerungskonkurrenzen der Gedenktage“.

In guter Tradition werden wir auch in diesem Jahr Jugendliche und junge Erwachsene unserer Gemeinde, die gerne am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund teilnehmen möchten, aber kein oder nur ein geringes Einkommen haben, unterstützen. Der Zuschuss beträgt 50,00 Euro pro Person – wenden Sie sich bitte an das Gemeindebüro.

Und auch die Kinderreise unserer Kita im April/Mai bezuschussen wir gerne mit 300,00 Euro und wünschen allen Beteiligten viel Spaß und Freude.

Vielleicht haben auch Sie schon den Sommerurlaub gebucht oder überlegen noch, wo es hingehen könnte? Erzählen Sie uns doch gleich am nächsten Sonntag davon, tauschen Sie sich nach dem Gottesdienst, der um 10 Uhr in der Dorfkirche stattfindet, mit netten Menschen beim anschließenden Kirchencafé aus, das Ehepaar Schanz liebevoll für Sie vorbereitet hat. Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit Ihnen!
Im Namen des Gemeindekirchenrates grüßt Sie ganz herzlich

Ihre Sabine Flamme-Brüne