Aus dem Gemeindekirchenrat

Mai 2019
Liebe Gemeinde,

wie geht eigentlich Nächstenliebe? Nachdem sich unsere  Konfirmandinnen und Konfirmanden ein Jahr lang mit verschiedenen Aspekten des christlichen Glaubens auseinandergesetzt haben, haben sie eine ganz praktische Antwort auf diese Frage gefunden. Man hilft jemandem, der dringend Hilfe braucht. Das kann auf unterschiedliche Weise geschehen – manchmal reicht schon ein aufmunterndes Wort und ein freundliches Lächeln, oder man hilft der Nachbarin beim Tragen der schweren Einkaufstasche. Wenn man gemeinsam etwas tun will, dann kann man natürlich auch Geld spenden. Dafür haben sich unsere Konfirmanden entschieden. Wenn sie am Pfingstsonntag konfirmiert werden, werden sie ganz sicher das eine oder andere Geldgeschenk bekommen. Davon wollen sie freiwillig etwas abgeben an diejenigen, denen es nicht so gut geht, die auf Hilfe angewiesen sind. Gemeinsam mit Pfarrer Uli Seegenschmiedt haben sie sich ein Projekt im südafrikanischen Kapstadt ausgesucht, das das Berliner Missionwerk betreibt  und so beschreibt:

„In Philippi, der ärmsten Township von Kapstadt mit der höchsten Aidsrate Südafrikas ist die Hoffnung nicht erloschen. Hier leitet Pfarrer Otto Kohlstock vom Berliner Missionswerk das Diakoniezentrum in Themba Labantu. Es bietet 135 Kindern einen geschützten Raum zum Spielen und Lernen in der von Gewalt und Verwahrlosung geprägten Township. Frauen haben ein Einkommen durch Keramik sowie Näh- und Perlenarbeiten, die im Berliner Missionswerk bestellt werden können. Das Zentrum betreibt eine Computerschule und bietet zwei Ausbildungszweige zum Kfz-Mechaniker und zum Solartechniker an. 300 Hungrige bekommen täglich eine warme Mahlzeit von der Suppenküche. Sonntags versammelt sich die Gemeinde zum Gottesdienst. So bringt das Zentrum iThemba Labantu den Menschen in Philippi, die auf einem sozialen Pulverfass leben, Hoffnung. Die Arbeit ist ohne Spenden nicht finanzierbar.“

Wir finden die Idee großartig und könnten uns gut vorstellen, in der Kollekte an dem der Konfirmation vorausgehenden Samstagsgottesdienst ebenfalls für das Projekt zu sammeln und freuen uns über Ihre Unterstützung.

Unser großes Thema in diesem Jahr ist die Wahl des Gemeindekirchenrates (GKR) im November. Sie wissen, dass wir alle drei Jahre den halben GKR neu wählen. In den vergangenen Jahren hatten wir sechs von Ihnen gewählte ehrenamtliche Kirchenälteste – unsere drei Pfarrer sind von Amts wegen Mitglieder, werden also nicht gewählt. Wir haben nun den GKR auf acht Plätze erweitert, um die zu bewältigenden Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu verteilen, so dass wir in diesem Jahr vier Älteste zu wählen haben. Der weitere der zwei zusätzlichen Sitze wird durch den Ersatzältesten mit der höchsten Stimmzahl bis zur nächsten GKR-Wahl 2022 innegehalten, zu der dann wieder vier Plätze zu besetzen sind.
Wenn Sie sich vorstellen könnten, im GKR mitzuarbeiten, sprechen Sie uns doch bitte einfach und unverbindlich an – wir freuen uns über Ihr Interesse!

Ein anderer November-Termin hat uns auch schon in unserer April-Sitzung beschäftigt: Am Mittwoch, 20. November, möchten wir einen Buß- und Bettags-Gottesdienst mit Ihnen feiern. Aber um welche Uhrzeit? In den vergangenen beiden Jahren hatten wir zu 10 Uhr eingeladen – und ein positives Echo von Ihnen bekommen. Allerdings machte diese Uhrzeit vielen Berufstätigen die Teilnahme unmöglich. Nach langen Diskussionen haben wir uns nun entschieden, den Gottesdienst um 19 Uhr in der Dorfkirche mit Ihnen zu feiern. Und denjenigen, die sich in der dunklen Jahreszeit nur ungern auf den Weg machen, einen Fahrdienst anzubieten. Wir hoffen, dass   so auch Sie dabei sein können!

Vielleicht sehen wir uns ja auch schon am nächsten Sonntag zur gewohnten Zeit um 10 Uhr beim Gottesdienst in der Dorfkirche? Wenn Sie mögen und noch ein bisschen Zeit mitbringen, freuen wir uns anschließend auf nette Gespräche im Kirchencafé, das Ehepaar Schanz wieder liebevoll für Sie vorbereitet hat. Fühlen Sie sich eingeladen und willkommen!

Im Namen des Gemeindekirchenrates grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Sabine Flamme-Brüne

PS: Frau Graf, Herr Becker und ich haben Anfang April am Ältestenabend in der Superintendentur teilgenommen. Dort haben wir Pfarrerin Theresa Brückner kennen gelernt. Sie ist seit Januar Pfarrerin für Kirche im digitalen Raum im Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und postet auf Instagram, Twitter und Facebook unter dem Namen „theresaliebt“ Fotos und Texte aus dem Leben als Pfarrerin. Und auch die Kreiskirchenjugend berichtet über ihre Arbeit jetzt auf Instagram und Facebook unter „jets“ - das steht für Jugend evangelisch Tempelhof-Schöneberg. Klicken Sie doch einfach mal vorbei!